Eindrücke und Berichte aus über 50 Jahren gemeinnütziger Arbeit am Nächsten

1964 - 1973

Am 28. April 1964 wird die Ortsgliederung Steinberg des Malteser Hilfsdienst e.V. gegründet. Die Idee zu dieser Initiative entsteht durch einen Erste Hilfe Kurs, welcher auf Anregung des Pastors Anton Maria Nicklas durchgeführt wird. Danach folgen – unter der Leitung des Gründungsinitiators Gerhard Scheid und weiterer 15 aktiver Gründungsmitglieder – die ersten Ausbildungsabende im Pfarrheim der St. Liboriuskirche in Steinberg.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz Weiskirchen und Wadrill können bereits im Gründungsjahr 56 Hilfeleistungen erbracht werden. Erich Trampert wird in diesem Jahr zum Gruppenführer der Ortsgliederung Steinberg ernannt und richtet in seinem Haus eine Unfallhilfsstelle ein.

Die offizielle Bannerweihe findet während eines Gottesdienstes am zweiten Adventssonntag statt. In den ersten fünf Jahren des Bestehens erfährt die Ortsgruppe einen starken Mitgliederzuwachs. Gerhard Scheid wird von Reichsgraf Kesselstatdt, dem damaligen Diözesanleiter des Malteser Trier, zum Kreisbeauftragten ernannt und erhält die Verdienstmedaille in Bronze.

Bis Ende der 60er Jahre werden die Helferinnen der Ortsgruppe zu Schwesternhelferinnen ausgebildet. Die ersten Ausbilder, Karin Görgen und Gerhard Scheid, absolvieren erfolgreich ihren Lehrgang und die ersten örtlichen und überörtlichen Erste-Hilfe-Seminare werden für die Bevölkerung angeboten. Durch die engagierte Arbeit der Gründungsmitglieder etabliert sich der Verein bereits nach weniger als zehn Jahren als feste Größe in der Steinberger Vereinslandschaft.

In dieser Zeit wird die beachtliche Zahl von mehr als 14.000 Dienststunden in den Krankenhäusern Mettlach und Wadern, sowie bei anderen Einsätzen geleistet. Darüber hinaus können über 500 Hilfeleistungen registriert werden. 1971 erweitert sich das Engagement der Steinberger Malteser auf den Katastrophenschutz im Zug Hochwald, welcher in der Organisation 1972 durch Erich Trampert als Zugführer und Marita Kersch sowie Hermann Josef Paulus als Gruppenführer verstärkt wird.

Durch die „Zündholz-Aktion“ kann ein Rettungswagen für das Saarland angeschafft werden. Daneben wird 1973 das erste Sanitätszelt für die Arbeit des Malte - ser Steinberg gekauft. Am Ende der ersten Dekade wird Manfred Schuh zum Gruppenführer ernannt, Marita Kersch, Hermann Josef Paulus und Erich Trampert erhalten die bronzene Verdienstmedaille – Gerhard Scheid die Medaille in Silber.

Es wurde kein Album ausgewählt!
 

1974 – 1983

Bis zum Ende der 70er Jahre werden nicht nur die Dienststunden im Bereich der gemeinnützigen Arbeit weiter ausgebaut, sondern 1977 auch die Jugendgruppe gegründet. Für den Katastrophenschutz wird mit der Anschaffung eines Anhängers die Materialversorgung im Ernstfall gesichert. Heinz Dewald und Horst Scheid verstärken die Ausbilder und Michael Trampert und Horst Scheid werden zu Gruppenführern ernannt.

Lehrgänge wie z.B. die Realistische- Wund-Darstellung, Mitorganisation des ersten Steinberger Flohmarktes sowie die ein oder andere Vereinsfahrt runden das Programm des Malteser Hilfsdienst Steinberg ab und so kann die Ortsgruppe 1979 ihr 15jähriges Jubiläum feiern. Bei diesem Anlass wird Erich Trampert die Verdienstmedaille in Silber überreicht. Die Maltesergruppe in Steinberg setzt sich zu diesem Zeitpunkt aus 44 aktiven HelferInnen und 40 inaktiven HelferInnen zusammen.

Zu Beginn der 80er Jahre wird das Kreisausbildungslager in Mitlosheim mitgestaltet, man nimmt am Leistungswettbewerb in Merzig teil und 1981 kann dann das 100. Mitglied in den Reihen der Steinberger Malteser begrüßt werden. Nach monatelangen Arbeitseinsätzen und viel Eigeninitiative findet der Umzug in die neue Malteser Unterkunft in der Grundschule Steinberg statt, in welcher alsbald die erste „Blutdruck-Mess-Aktion“ stattfand.

Im selben Jahr veranstaltet die Jugendgruppe ein Zeltlager und gestaltet den ersten Christkindlmarkt mit. Die Jahresübung wird zusammen mit der Feuerwehr Steinberg absolviert. 1982 brechen einige Steinberger als Betreuer für ältere Mitbürger und Behinderte zur Sternwallfahrt nach Trier auf. Daneben findet die erste vom Malteser organisierte Beurig-Wallfahrt – welche bis heute eine feste Institution ist – statt. Nach den ersten Erfahrungen als Pilgerbegleiter wallfahren einige aktive Mitglieder zusammen mit behinderten Menschen 1983 erstmals nach Rom.

Ebenfalls in diesem Jahr wird Dr. med. Ernst Schenk zum Zugarzt des Katastrophenschutzzuges Hochwald ernannt und wegen ansteigender Bevorratung für die Ausbildung und den Katastrophenschutz ein Lager in der Malteserunterkunft eingerichtet. Es findet eine Jahresübung statt, bei der der Umgang mit dem Funk geschult wird.

Es wurde kein Album ausgewählt!
 

1984 – 1993

Für die Unterbringung der Fahrzeuge wird 1983 mit dem Bau von zwei Garagen begonnen, welche pünktlich zum 20. Jubiläum 1984 eingeweiht werden können. Im Verlauf des Festaktes wird Manfred Schuh und Horst Scheid die Verdienstmedaille in Bronze überreicht und Markus Trampert zum Gruppenführer ernannt. Ebenfalls in diesem Jahr nehmen aktive Mitglieder der Ortsgruppe an einem Unterführerlehrgang in Lampaden teil und die Jugendgruppe gestaltet am Steinberger Weiher ihr Zeltlager.

Auch nach ihrem 20jährigen Bestehen wird die aktive Ortsgruppe noch lange nicht müde. Zur Festigung des Erlernten wird zusammen mit der Ortsgruppe Mitlosheim eine Katastrophenschutzübung des Zuges Hochwald geplant und durchgeführt.

Die Malteserjugend nimmt an der „Aktion 85“ teil und es wird eine Vereinsfahrt nach Südtirol in die Berge unternommen. Auch die Reihen der Ausbilder kann durch Betty Scheid – die zu diesem Zeitpunkt auch die Leitung der Jugendgruppe übernimmt – Michael Trampert und Burkhard Weber weiter verstärkt werden. Bis zum Ende der 80er wird neben verschiedenen Ausund Fortbildungen auch ein weiterer Unterführer-, ein ABC-Lehrgang sowie eine Fahrerausbildung besucht, eine weitere Romwallfahrt mitbetreut und ein Arzneimitteltransport nach Polen organisiert und von aktiven Mitgliedern durchgeführt.

Die Malteser-Jugend in Steinberg bleibt derweil auch nicht untätig: Sie sammelt Spenden für die Brasilienhilfe, nimmt am Bundesjugendlager in Britten teil und gestaltet den zweiten Christkindlmarkt in der Grundschule.

1987 erhalten Leo Dupont und Klaus Haßler ihre Ausbilderlizenzen und 1989 kann die Ortsgruppe ihr 25 jähriges Bestehen mit einem großen Sommerfest auf dem Schulhof der Grundschule feiern. Zu Beginn der 90er Jahre organisieren aktive Mitglieder einen Hilfstransport nach Rumänien. 1992 positioniert das Land einen Kranken-Transport-Wagen für den Katastrophenschutz in Steinberg. Also muss auch eine weitere Garage für die Unterbringung des neuen Katastrophenschutz-Fahrzeuges gebaut werden.

Es wurde kein Album ausgewählt!
 

1994 - 2003

In den nächsten Jahren bilden sich die Aktiven stetig weiter. Eine Alarmübung mit der Freiwilligen Feuerwehr wird in der Schreinerei Lauer durchgeführt und auch die Breitenausbildung und die gemeinnützigen Dienststunden, z.B. Sanitätsdienste, werden weiter vorangetrieben.

1997 erwirbt der Malteser Hilfsdienst Steinberg einen neuen Mannschafts-Transport-Wagen und es wird eine Vereinsfahrt in die Schweiz unternommen. 1998 absolvieren aktive Mitglieder mit dem neuen Mannschaftswagen ein Fahrsicherheitstraining auf dem ADAC Gelände in Sulzbach. 1999 legt Gerhard Scheid sein Amt als Ortsbeauftragter nieder und Michael Trampert übernimmt das Ruder.

Zu Beginn des Millenniums erhält Karl-Josef Backes die Ernennung zum stellvertretenden Zugführer. 2002 werden die Ausbilder in Steinberg durch Markus Görgen und Karl-Josef Backes verstärkt, welche nach drei Wochenenden ihre Ausbilderlizenzen in Trier-Aach erhalten.

Es wurde kein Album ausgewählt!
 

2004 – 2013

In den Jahren ab 2004 betreuen die Malteser als Sanitätseinheit verschiedene Sportveranstaltungen, wie beispielsweise Kart-Rennen Fußballspiele und -turniere, Mofarennen und Volksläufe, und außerdem stehen Sanitätsdienste bei Karnevalsveranstaltungen und Konzerten auf dem Programm.

Im Jahr 2007 übernimmt Markus Görgen die Leitung der Ortsgruppe von Michael Trampert und Daniel Dorawa und Achim Guldner erhalten ihre Ausbilderlizenzen. Daniel Dorawa übernimmt das Amt des Leiters Ausbildung der Ortsgliederung Steinberg. Nach einer weiteren Ausbildung in Trier-Irsch wird er darüber hinaus zum Gruppenführer ernannt. 2008 erfolgt der Umbau des alten Büros in der Malteser Unterkunft zum Umkleideraum. Unter der Leitung des Schreinermeisters Andreas Seifert werden in Eigenleistung zwanzig Spinde für die persönliche Schutzausrüstung der aktiven Helfer entstehen.

Ebenfalls in diesem Jahr wird der Förderverein Malteser Steinberg e.V. gegründet, welcher bis heute die gemeinnützige Arbeit der Malteser unterstützt. Klaus Haßler wird zum Vorsitzenden, Stefan Thode zum Geschäftsführer und Achim Guldner zum Schriftführer gewählt. Auch 2008 ermöglicht der Malteser Steinberg, als Teil der Gruppe „Trier 1“, wieder Behinderten die Wallfahrt nach Rom.

Volker Dorawa nimmt am Ausbilderseminar in Trier-Aach teil und erhält seine Lizenz. Im Jahr 2009 kauft der Förderverein einen Anhänger mit Plane für den Materialtransport und zur Unterstützung der verschiedenen Vereinsaktivitäten. Nach der Verabschiedung des neuen „Katastrophenschutz- Konzept 2020“ für den Landkreis Merzig Wadern wird 2011 ein großer Kasten- Anhänger gekauft, welcher in Zukunft die technische Unterstützung im Katastrophenfall sicherstellen soll. Bis heute wird die technische Ausstattung stetig erweitert und mit viel Engagement an zahllosen Samstagen im Anhänger eingebaut.

Gleichzeitig findet eine Weiterentwicklung der Ortsgliederung im Bereich der technischen Katastrophenschutz- Ausbildung satt. Bis zum Ende der ersten Dekade des neuen Jahrtausends nehmen Markus Görgen, Achim Guldner und Stefan Thode an der Ausbildung zum Einsatzsanitäter bei den Kollegen in Nunkirchen teil und Achim Guldner und Daniel Dorawa erweitern ihr Ausbildungsrepertoire um das Gebiet der Frühdefibrillation.

Erstmals findet im Jahr 2009 der Hochwälder 5-Kampf im Rahmen des alljährlichen Sommerfestes statt, bei dem Mannschaften jeweils unter einem Motto gegeneinander antreten. Der Wettstreit hat sich so gut etabliert, dass er seither jedes Jahr als fester Bestandteil des Sommerfestes nicht mehr fehlen darf.

Auch 2010 nimmt die Renovierungswut der Aktiven kein Ende. Durch den Umbau und die Verkleinerung der Küche entstehen neue, getrennte Toilettenanlagen in der Malteser Unterkunft. Der Ausbildungsraum wird neu gestrichen, Whiteboards ersetzen die alte Tafel und auch die Heizungen in der Unterkunft erhalten einen frischen Anstrich.

2012 reorganisiert die Ortsgruppe die Breitenausbildung und modernisiert das Ausbildungsmaterial, z.B. durch die Erweiterung des Übungs-Phantoms zu einem Vollkörpermodell mit der Möglichkeit, den Übungsdefibrillator zu nutzen. Das Ausbildungsangebot wird um kostenlose Erste-Hilfe Trainings mit interessanten Themen für die Bevölkerung in Steinberg und Umgebung erweitert. Bereits Ende 2013 wird - neben den zahlreichen Einsätzen im Sanitätsdienst, der Weiterentwicklung des Technikkonzeptes und der Breitenausbildung – mit der Planung des Jubiläumsfestes begonnen.

Es wurde kein Album ausgewählt!
 

wird fortgesetzt...